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Widerstand tut weh

Ich bin mal wieder auf die Prüfung des Universums hereingefallen und habe geglaubt, dass jemand außerhalb von mir die Macht besitzt, mich meiner Freiheit und Allverbundenheit zu berauben.

 

Heute meinte mein Muskeltest, begleite deine Mama zum Einkaufen. Aha?! Gut, ich habe meine Sachen beiseite gelegt und mich ins Auto gesetzt, um die Mama zu den von ihr gewünschten Geschäften zu fahren. Erster Halt ein kleiner Bioladen im Nachbardorf. Vor der Tür eine Schlange von Menschen, die in weiter Entfernung voneinander stehen. Alle tragen Atemschutzmasken. Jeweils nur 2 Kunden dürfen den Laden betreten, weshalb alle vor der Tür warten. Ich stelle mich dazu, natürlich ohne Maske, und frage unschuldig in die Runde, ob denn alle hier an den Unfug mit Corona glauben und deshalb das Abstandsspiel mitmachen. 

Ein Mann fühlt sich als einziger angesprochen und kontert aggressiv, dass er natürlich an Corona glaubt.

Er scheint wirklich irritiert über meine Ansage und zeigt sich verblüfft wie ignorant und gemeingefährlich ich sein kann, mich nicht an die Bestimmungen zu halten. Ich erkläre ihm, dass das ganze nur ein Fake ist und es keine Viren gibt die Corona auslösen. Empört erinnert er mich an die vollen Krankenhäuser mit all den Toten und wird immer wütender über mich. Ich frage ihn, ob er mal in einem Krankenhaus gewesen ist und die Lage überprüft hätte. Er verneint und sagt, dass habe er schließlich im Fernsehen gesehen. Aha! Ich muss lachen. Der Mann sah eigentlich recht intelligent aus. Ich bin überrascht, dass auch er auf die Medienmanipulation hereingefallen ist und glaubt was man ihm vorsetzt. Er fühlt sich beleidigt und meint, da können sie noch so nett schauen und lachen, ich halte sie für ignorant und gefährlich für uns alle.

Sein Energiefeld ist so aggressiv, dass seine Schwingung sofort auf mich übergreift und mein ganzer Körper heiß wird und kribbelt. Da ich keine Lust habe seine Faust in meinem Gesicht zu spüren, gehe ich ein paar Schritte weiter weg und spreche mit meiner Mutter, die sich vorsichtshalber in gutem Sicherheitsabstand hingestellt hat. Ich gestehe ihr, dass ich mal wieder die Lage unterschätzt habe und es tatsächlich Anfang Mai noch immer Menschen gibt, die an den Unfug glauben und meinen, ein Tüchlein aus Stoff könnte angebliche Viren abhalten. Wer an die Virentheorie glaubt, müsste doch wissen, dass diese Dinger so klein sind, dass sie problemlos durch die Masken hindurch ein- und ausgeatmet werden können.

Aber anscheinend ist es den Menschen nicht bewusst. Auch die Verkäuferinnen reagieren unfreundlich, weil ich es wage, ohne Stofftuch vor dem Mund ihren Laden zu betreten. Die Kassiererin fordert mich auf doch schon mal nach draußen zu gehen, weil sie findet meine Mutter, die brav eine Atemschutzmaske trägt, könnte das Einpacken und Bezahlen auch alleine schaffen. Ich verneine und helfe natürlich meiner Mutter den Einkauf in eine Tasche zu legen und diese zum Auto zu tragen. 

Danach holen wir uns erst mal eine Kugel Eis zur Erholung. Komisch, der alte und krank aussehende Italiener darf ohne Mundschutz Eis verkaufen und so viele Kunden und Eiskugeln anhusten wie er will. 

 

Unser nächster Halt ist der Drogeriemarkt Rossmann. Dort empfängt uns eine Frau mit der Aufforderung doch bitte eine Gesichtsmaske zu tragen und einen Einkaufswagen zu nehmen, den sie persönlich desinfiziert hat.

Ich ziehe mein Halstuch über die Nase und laufe mit dem Wagen durch die Gänge. Meine Mutter bekommt ihren eigenen Einkaufswagen und startet ihre Tour. Mein Tuch rutscht herunter und schon höre ich von irgendwo eine drohende Stimme durch den Markt schallen: "Junge Frau, ich habe es Ihnen bereits gesagt, bitte setzen sie ihre Maske auf."

Ich fühle mich nicht angesprochen, weil ich niemanden sehe. Also laufe ich weiter.

Wieder tönt es mahnend: "Jetzt setzen sie endlich ihre Maske auf!"

Ich schaue mich um, ob noch eine andere Frau wie ich durch das Geschäft ohne Maske schlendert.

Nö. Ich sehe nur brave Bürger, die mich seltsam ansehen oder einen großen Bogen um mich machen.

Wie kann mich denn diese Kontrolleursfrau vom Eingang aus sehen? Ah da steht sie endlich vor mir.

Jetzt ist klar, dass sie mich meint, denn sie ist super aufgebracht und motzt mich an, dass sie den Sicherheitsservice ruft, wenn ich nicht augenblicklich den Anweisungen Folge leiste. Ich muss mal wieder lachen und sage ihr, dass ich den Maskenzwang für Blödsinn halte. Sie droht mir und sagt: "Sie setzen jetzt die Maske auf oder sie verlassen augenblicklich den Laden."

Ich spüre, wie ihre dominante Stimme was in mir auslöst. Sie glaube ihr langsam, dass sie es fertig bringt und mich von kräftigen Sicherheitsmännern aus dem Laden schweißen lässt. Ich grinse die Schokoriegel vor mir in dem Regal an und bin unschlüssig was ich tun soll. Die Frau ignorieren und mich weiter auf meinen Einkauf konzentrieren klappt nicht. Sie faucht weiter:

"Wenn sie sich weigern den Laden zu verlassen und wegen ihnen das Geschäft kontaminiert wird und geschlossen werden muss, dann haben sie die Kosten dafür zu tragen. Dann möchte ich mal sehen wer hier zuletzt lacht!"

Ich überlege kurz, ob ich mich mit dem Sicherheitspersonal anlegen sollte und entscheide mich dann

mein Tuch über die Nase zu ziehen und direkt zur Kasse zu gehen. Mir ist die Shoppingfreude ganz vergangen.

Trotzdem kann ich nicht anders als laut zu lachen. Ich finde das Tragen des Maulkorbs so absurd, dass ich die ganze Zeit über lachen muss. Lachen ist ja wohl noch erlaubt.

Ich spüre, es ist meine einzige Reaktionsmöglichkeit in dieser Situation, in der ich mich unterlegen und ungerecht behandelt fühle.

Es fühlt sich an wie damals in der Grundschule, als mich meine unsympathische Französischlehrerin vor allen Kindern ausschimpfte (weil ich keinen Mittagsschlaf gehalten habe und unerlaubt auf dem Flur herumgelaufen bin) woraufhin ich mich nur mit einem breiten Grinsen wehren konnte.

Mein Lachen brachte die Lehrerin noch mehr in Wut, weil sie glaubte, es würde mir am Arsch vorbeigehen was sie mir sagte. 

Wie wenig mir die ganze Sache in Rossmann am Arsch vorbei geht, wird mir bewusst, als ich im Auto sitze und weine.

Ich verabschiede die dicke Kontrolleurs-Frau, die inzwischen so wütend ist, dass ihr ganzer Hals fleckig rot ist,

noch mit den Worten: "ihr Verhalten erinnert mich an die Nazis."

"Mir doch egal, was sie denken!", ruft sie mir hinterher.

Puh, ich schluchze laut im Auto und werde mir bewusst, wie sehr ich im Widerstand war.

Wieso kann ich kein Mitgefühl und keine Liebe für diese Frau und ihr dummes, uninformiertes, aggressives Verhalten empfinden? Wieso gebe ich ihr solche Macht, dass sie mich aus meinem Frieden, meiner Mitte, meiner inneren Freiheit reißt und ich in den Kampf gehe? Glaubte ich sie belehren zu können?

Was wollte ich mir beweisen?

Das mich niemand zu irgendetwas gegen meinen Willen zwingen kann.

Dass ich frei bin und tun und lassen kann was ich will. 

Wieso fällt es mir so schwer den Spiegel in Liebe anzunehmen?

 

Langsam dämmert mir, dass ich wieder darauf herein gefallen bin.

Liebes Universum hast du mir diese krasse Frau geschickt, damit ich mich prüfe, wo ich noch in die Trennung falle und vergesse, dass ich eins bin mit allem?

Ja Tine, du kannst dich nicht annehmen als dumm, ungebildet, als blöckendes Schaf, das der naiven Herde hinterher läuft.

Auch dir kann es passieren, dass du an etwas glaubst, das nicht wahr ist. Auch dir kann es passieren, dass du andere ablehnst, einengst, nach deiner Pfeife tanzen lässt, weil du Angst vor ihnen hast, weil du sie unter Kontrolle halten willst, damit sie dir und deinen Lieben keinen Schaden zufügen.

Das ist menschlich. Ihr seid hier um euch zu erinnern, dass es keine Trennung gibt.

Herausfordernde Zeiten sind das. Sie tragen das Potential für heftige Auseinandersetzungen in sich.

Zwei verschiedene Meinungen treffen aufeinander und schon kommt es zum Streit.

 

Für mich liegt die Lösung im immer weiter aus der Trennungsillusion erwachen.

Das Herz so weit öffnen, dass es Mitgefühl hat, für alles was wir ablehnen, als negativ bewerten, und von dem wir uns getrennt fühlen. Das ist echt krass. Das ist die komplette Hingabe.

 

Jetzt wo die Energien immer höher schwingen und wir uns unserer Allverbundenheit Stück für Stück bewusster werden, verstecken wir uns hinter Schutzmasken voreinander und gehen in zwei Meter Sicherheitsabstand. Wir fürchten uns vor Viren, Zwangsimpfungen, korrupten Politikern, einander denunzierenden Nachbarn, Revolten und und und...

Aber eigentlich fürchten wir uns nur vor uns selber. 

Vor unserer Liebe, vor unserer Freiheit, vor unserem Licht, unserem unfassbaren Potential und großartiger Schöpfermacht. 

Wäre ich mir heute meiner Einheit mit allem bewusst geblieben, hätte ich sofort ein tiefes Liebesgefühl für diese ängstliche, kontrollierende Verkäuferin gehabt. Ich hätte ihr mein Mitgefühl schenken können, weil ich mir klar gewesen wäre, dass sie ein anderes Ich-selbst bin, ein anderes Gottesbewusstseinsteilchen, das noch das Trennungsspiel spielt und daran glaubt.

Ich hätte in keinen Widerstand gehen brauchen, weil da niemand außerhalb von mir ist, der mich meiner Freiheit und Verbundenheit berauben kann. Stattdessen habe ich meine Macht an sie abgegeben, weil ich glaubte, sie hätte die Macht,

mich meiner Freiheit zu berauben und über mich zu bestimmen. Welch eine Illusion!

Mein eigenes Trennungsbewusstsein hat den Schmerz in mir verursacht.

Diese Frau hat mir mit ihrer Angst den Spiegel vorgehalten und ich habe mit dem Spiegel gestritten,

anstatt mich darin zu erkennen. 

Wenn ich alles angenommen habe in mir, ist der Spiegel leer. Dann ist da nur Licht. 

Es wird nur solange etwas im Spiegel reflektiert, wie ich etwas als außerhalb von mir empfinde.

Doch das ist die Illusion, aus der wir erwachen. Der Spiegel zeigt immer nur mich.

Bin ich mir dessen gewahr, muss ich auf nichts mehr mit Abstand, Abwehr, Widerstand und Trennung reagieren,

weil ich alles was ist, als das große Ich Bin erkannt habe.

 

 

 

 

 

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