· 

Die Gnade des Seins

„Die Gnade des Seins“

 

Wenn der Spiegel nicht mehr spiegelt,

 

fluten die hohen Wellen durch den Leuchtturm, 

da keiner mehr ist.

 

Leuchtturm ist Welle, Welle ist Teilchen, Teilchen aus Licht.

 

Der Tropfen ist ins Meer gefallen und hat sich darin aufgelöst.

 

Sein allüberall. 

 

Ich atme das ganze Universum in mein Herz hinein und durch mich hindurch.

 

Keine Angst vor Fremdem und Bedrohlichem.

 

Kein Widerstand, keine Frage, kein Ich.

 

Sein.

 

Der lächelnde Buddha.

 

Stille.

 

 

 

 

Viele Menschen haben mich in den letzten Tagen angerufen, weil sie mein Artikel in der Sein berührt und bewegt hat.

So unterschiedlich wie die Menschen waren die Gespräche.

Dennoch ist mir, als habe ich immer mit dem Selben einen Wesen telefoniert.

Es schaute nur jeweils aus einer anderen Perspektive auf die Welt.

Auch habe ich mit den Menschen gesprochen, als wären wir schon lange gute Freunde.

Es brauchte keine Phase des Kennenlernens, da dieses eine Wesen sich ja schon seit Anbeginn kennt.

Es sprach zu mir, nein zu sich selbst. Was hat es vor durch uns?

 

 

Gebe ich den individuellen Blickwinkel auf, 

falle ich ins Meer und blicke von überall auf das was ist. 

Was ist? Was geschieht?

Ein Geborenwerden. Ein aus der Eierschale des Vergessens brechen.

Auf so gigantisch große Weise, dass es alles erfasst.

Jedes „ich will aber nicht“, wird ad absurdum geführt.

Jedes kleine Ich muss sich dem kosmischen Plan fügen und sich hingeben.

Loslassen, loslassen, loslassen, bis niemand mehr da ist.

 

 

Aufatmen. Jetzt kann das Neue starten.

Alles ist gut. „Ich“ braucht nichts wissen. „Ich“ kann nichts wissen.

„Ich“ braucht auch nichts mehr fragen und verstehen, denn die Trennung ist aufgehoben. Jeder geistig, beseelte Mensch ist eins mit der Quelle,

ist eins mit der Schöpfung, ist eingeweiht in alle Pläne, trägt alle Weisheit, alle Liebe, alles was ist, in sich. 

Es ist unsere Geburt. Wir sind Mutter und Kind und Vater in einem. 

Wir gebären und werden geboren und beobachten, begleiten, beschützen den Prozess gleichzeitig.

Aus uns ist das Neue und wir gleiten in das Neue hinein.

 

Aber wir sind auch all das, was das Neue verhindern und wenn schon nicht ganz aufhalten, so doch zumindest kontrollieren, manipulieren und in bestimmte Bahnen lenken will. Wir sind die Ärzte und selbst ernannten Wichtigtuer, die sich einmischen in den Geburtsprozess.

Wir wollen keinesfalls wahrhaben, dass wir nicht mehr gebraucht werden. Wir reden uns und allen ein, wie wichtig und hilfreich wir sind.

Deshalb verlangen wir Geld, sehr viel Geld für unsere humanitäre Hilfe und stürzten Mutter, Vater, Kind und den Rest der Familie in Chaos und Angst. Wir sind das Trennende und wollen auf keinen Fall, dass irgendwer sich von seinem zweifelnden Intellekt unabhängig macht und sich mit der kosmischen Quelle und ihm innewohnende Weisheit verbindet. Warum?

Dann können wir einpacken, uns und unsere Theorien, Dogmen, Medikamente, Spritzen und Medizinischen Engriffe.  

 

Jetzt, Ende Oktober 2020, fühlt es sich an, als stecken wir mitten im Geburtskanal.

Da sind Gefühle von Angst und Panik, wir könnten alle sterben.

Ein Zurück zur alten Normalität ist unmöglich, das ist inzwischen allen klar.

Doch das Licht am Ende des Tunnels kann noch längst nicht jeder sehen.

Je nachdem aus welchem Blickwinkel du das Glück hast auf das Geschehen zu blicken, bist du in Ekstase oder Todesangst.

Da wird gepresst und Druck ausgeübt. Stress, Sorge, Aggression und Abwehr tun sich lauthals kund.

Dann wieder wird beruhigt, sich entspannt, der inneren Führung vertraut.

Hingabe, Loslassen, nein lieber wieder aus Angst in den Widerstand gehen und Schmerz produzieren.

Verbote aufstellen, Vorgaben machen. 

Oh die vielen kleinen, wuseligen Egos, die sich einbilden den ganzen Prozess kontrollieren

und nach ihren Vorstellungen manipulieren und lösen zu können. Aber es geht hier nicht um irgendwen. 

Ein Polarisieren bringt niemanden weiter. Wir sitzen alle im selben Boot. 

Ob für das Leben oder gegen das Leben, auf jeder Seite steht dasselbe eine Bewusstsein und lächelt still. 

 

Meine Arme streichen durch die Luft, streicheln Gott, streicheln das was ist, hier und jetzt, in aller Schönheit und Vollkommenheit.

Mein Herz ist offen, meine Seele breitet sich aus, wie wunderschön das Gefühl, ich bin zu Haus. 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0